Caprice/…jusqu’à l’aurore…: Caprice (IV) bleu (2009; 2012)
Pressestimme
Der nur wenig ältere Wiener Komponist Thomas Wally schöpft in seiner Werkgruppe kammermusikalischer Capricen ebenfalls aus dem Vollen, allerdings rein musikalisch, nämlich aus der blubbernden Hexenküche klanglicher Phantasie – ganz dem Begriff der „Caprice” folgend.
Während die vierte, im Konzert uraufgeführte Caprice für Klavierquartett eine nochmals erweiterte Palette an auch variantenreich gedämpften Klängen aufbot und den Gestus wilder Naturhaftigkeit ebenso streifte wie den rigider Kontrapunktik, so stach das frühere Schwesterwerk für Streichtrio mit einer fasslicheren Formgestalt hervor, der dennoch stets das nötige Mass an Unvorhersehbarkeit beigemengt war. Blitzend rührte das Werk ans Groteske, in das Petra Ackermanns Bratschenstimme eine Vielschichtigkeit des Ausdrucks einflocht.
